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Automatisch generierte Tabellen – Manchmal ist eine Tabelle auch einfach nur eine Tabelle

2 Kommentare

Tabellen sind aus der Technischen Dokumentation nicht wegzudenken. Sie sind eine sinnvolle und praktische Möglichkeit, Daten übersichtlich und lesbar zusammenzustellen. Meist handelt es sich dabei um technische Produktmerkmale mit wenig oder auch gar keinen textuellen Anteilen. Manche Publikationen, wie zum Beispiel Kataloge, scheinen geradezu ausschließlich aus Tabellen zu bestehen. Schon der Weg, solche Tabellen zu erstellen, kann sehr steinig und mühsam sein. Diese Inhalte dann auch noch aktuell zu halten und zu pflegen, grenzt manchmal an Sisyphusarbeit.
Was früher mit Hilfe von DTP-Tools mühevoll von Hand gezupft, geschrieben und gepflegt wurde, lässt sich heute mit einem XML-basierten Redaktionssystem automatisieren.

Der Klassiker

In SCHEMA ST4 gab es natürlich schon immer die Möglichkeit, klassische Tabellen zu erstellen. Hierzu bestimmt man die Anzahl der Zellen und füllt diese im Editor mit Inhalt. Hier darf eine Tabelle einfach mal nur Tabelle sein.

Die Sache mit den Variablen

Die nächste Stufe der Automatisierung ist es, in den Inhalten nicht mehr nur statischen Text und Zahlen zu verwenden, sondern stattdessen Variablen zu referenzieren. Zum Produktionszeitpunkt wird dann die Wertemenge ausgewählt, die an die Stelle der Variablen ausgegeben werden soll. Auch das ist langjähriger Standard in SCHEMA ST4. Aber auch hier stößt man bei einer großen Anzahl zu pflegender Tabellen und einer großen Anzahl von Produktmerkmalen an Grenzen.

Dynamische Tabellen

Seit der Version ST4 2012 gibt es daher die Funktionalität der dynamischen Tabellen. Diese geht einher mit der Einführung einer neuen Knotenklasse „Datenknoten“. Damit lassen sich sowohl die Anforderungen aus einem Product Information Management (PIM) als auch die eines Content Managements in einem System erfüllen. Die Produktmerkmale werden als Metadaten der Datenknoten verwaltet und mithilfe des neuen Tabelleneditors zu dynamischen Tabellen zusammengestellt. Die so definierten Tabellen werden dann automatisch mit den referenzierten Produktmerkmalen befüllt. Die Aktualisierung erfolgt z. B. über die integrierte generische Schnittstelle zu anderen Datenquellen (via Excel) oder über sogenannte heiße Datenbankschnittstellen. Ein Segen bei großen Datenmengen!

Generierte Tabellen

Und wem das alles noch nicht automatisiert genug ist, der kann mit der Funktionalität der generierten Tabellen nicht nur das Befüllen der Tabellen, sondern auch die Erstellung selbst automatisieren. Besitzt ein Metadatum das Attribut „collectable“, kann es für die Auswertung und Ausgabe in generierten Tabellen herangezogen werden. Ähnlich wie bei der Bildung von Verzeichnissen, werden in der Publikationsstruktur Platzhalter für die zu generierenden Tabellen positioniert. Für jeden dieser so platzierten Repräsentanten einer Tabelle können der Kollektionsbereich und die Sortierkriterien eingestellt werden. Die Metadaten können manuell oder über Importschnittstellen mit Inhalten befüllt und aktualisiert werden.

Und das Layout der Tabellen?

Mit dem integrierten ST4 Page Layout Designer können Sie Tabellen jeden Typs ohne Stylesheet-Programmierkenntnisse nach eigenen Wünschen gestalten. Eine schnelle PDF-Vorschau in Rich- und Thin Clients inklusive!

Zum Schluss der Überblick

Sie wissen schon: Ein Bild sagt mehr als die 472 Wörter dieses Artikels.
Überblick Automatisch generierte Tabellen

2 Kommentare zu “Automatisch generierte Tabellen – Manchmal ist eine Tabelle auch einfach nur eine Tabelle

  1. Hallo Rolf
    In 2009 war ich mit einem ähnlichen Beitrag unterwegs: „Einige Tabellen sind nur Tabellen … die meisten anderen Tabellen gehören in eine Datenbank.“ Zu diesem Zeitpunkt waren generierte Tabellen in ST4 durch Anpassung von DTD, Datenmodell und Produktion schon gut umsetzbar. Mit der Möglichkeit, Produktinformationen hierarchisch abzubilden und mit den Merkmalsbündeln Tabellenvorlagen zu befüllen, ist meiner Meinung nach etwas Neues in ST4 angekommen. Die Grenzziehung zwischen CMS und PIM verwischt auf der Kundenseite zusehends, und es gibt noch sehr wenige Anbieter, die darauf eine adäquate technologische Antwort haben.
    Wenn ich mit dem Testen fertig bin, gebe ich Dir gerne ein Feedback.
    Grüsse
    Victor

  2. Publishing, Layouter, Daten und Tabellen… ein weites Feld. Kurz nach der Umsetzung von statischen Tabellen steigt die Komplexität steil an. Aus den bis dahin erarbeiteten Grundlagen, lokale Anpassungen an die Bedingungen von variablen Tabellen anzupassen, führt in der Praxis ohne Systemunterstützung und tief gehenden Verständnis von Informationslogistik, Publishing Software und Informationssystem in das Tal der dunklen, nicht einsehbaren Hohlwege. Zeit sich der Komplexität dynamischer oder generierter Tabelle zu stellen und ein oder gleich mehrere Brücken zwischen den richtigen Informationen, dem richtigen Format, der richtigen Qualität, dem richtigen Ort, dem richtigen Empfänger und dem richtigen Ort, zu schlagen.

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