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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

2 Kommentare

Schon das bekannte Sprichwort betont den Mehrwert von Abbildungen gegenüber Text, wenn es darum geht, komplexe Sachverhalte möglichst leicht verständlich darzustellen. Insbesondere in der technischen Dokumentation sind Abbildungen ein äußerst wirkungsvolles Kommunikationsmittel und erhöhen zugleich auch die Lesebereitschaft. Abhängig von der Zielgruppe, dem beschriebenen Objekt/Vorgang aber auch dem Zielmedium können dabei Fotos, CAD-Zeichnungen, technische Illustrationen, Diagramme, Kennlinien, 3D-Modelle, Darstellungen von Software-Oberflächen o.ä. zum Einsatz kommen.

Eine wesentliche Anforderung für den Einsatz von Abbildungen ist der Bezug zum Text, den die Abbildung ergänzen soll. Diese Bezüge werden grafisch und textlich über sprachunabhängige Positionsziffern und entsprechende Legenden, sprachabhängige Beschriftungen und Text-Container (sog. Callouts), Beziehungslinien und andere grafische Elemente realisiert.

Der Einsatz sprachunabhängiger Positionsziffern und Bezugslinien/Positionsnadel o.ä. hat den Vorteil die Übersetzungskosten zu reduzieren. Die Erstellung dieser Grafiken kann ferner komplett von externen Dienstleistern durchgeführt werden. Dem gegenüber steht allerdings, dass die Abbildung erst durch den Text verständlich wird und die textuellen Bezüge auf die Positionsziffern eine häufige Fehlerquelle darstellen [1]. Kommt eine Legende zum Einsatz, muss zusätzlich die Konsistenz der Begriffe in der Legende und dem restlichen Dokument sichergestellt werden.

Sprachabhängige Beschriftungen und Callouts haben den Vorteil, dass das Text-Lese-Veständnis durch die räumliche Nähe der Beschriftungstexte erhöht wird. Das Auge muss dabei nicht – über den Umweg der Positionsziffer – zur Legende oder dem erläuternden Text wandern. Auch hier muss die Konsistenz der Begriffe zwischen Beschriftungen und restlichem Text sichergestellt werden. Zusätzlich erfordert diese Variante eine entsprechende Lokalisierung der Abbildung bzw. der Beschriftungen.

Callouts Varianten
Quelle: Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Windkraftanlage)

Welche Variante zum Einsatz kommt, hängt letztendlich vom eigenen didaktischen Konzept und dem daraus folgenden Abbildungskonzept ab. Am Ende des Tages müssen sich Text und Bild aufeinander beziehen und ergänzen, um ein integratives Gesamtverständnis zu erreichen.

Mit dem Callout Designer steht in SCHEMA ST4 (seit Version 2012 R2) ein integriertes Grafik-Werkzeug zur Verfügung, mit dem Abbildungen komfortabel erstellt, beschriftet und um grafische Elemente angereichert werden können. Die o.g. genannten Nachteile werden durch entsprechende Mechanismen adressiert und (weitgehend) eliminiert.

Hilfslinien, Raster, Shapes und Co.

Für die „grafischen Arbeiten“ steht eine Reihe komfortabler Funktionen zur Verfügung, wie man sie auch aus anderen Grafikprogrammen kennt. Intelligente Hilfslinien, Raster und Zoom ermöglichen beispielsweise eine genaue Positionierung von grafischen Elementen mit der Maus.

callout_designer_zoom

Shapes

 

Zur Wiederverwendung von häufig benötigten Grafikobjekten steht im Callout Designer eine kundenspezifisch erweiterbare Shape-Bibliothek zur Verfügung, aus der Sie Elemente per Drag & Drop in die Callout-Grafiken hinzugefügt werden können. Die SCHEMA GmbH stellt ihren Kunden eine entsprechende Beispiel-Bibliothek mit über 250 Beispielen zur Verfügung.

Beispiel Shapes

 

Lokalisierung, Variantenbildung und Konsistenzsicherung

Im Callout Designer können Beschriftungen direkt als sprachabhängige Texte eingegeben werden. Die Texte werden vom Übersetzungsmanagement von SCHEMA ST4 entsprechend berücksichtigt, die Grafiken können gemeinsam mit dem restlichen Dokument zur Übersetzung ausgeleitet werden. Zur konsistenten Verwendung der Beschreibungen in der Grafik und im erläuternden Text können die Beschriftungen in Variablentabellen abgelegt werden.

SchemaMat_VariablenTabelle

 

Die folgenden Abbildungen zeigen die Benutzerschnittstelle eines fiktiven Haushaltsgeräts in unterschiedlichen Sprachvarianten. Alle sprachabhängigen Texte wurden in Variablen abgelegt und für eine englisch lokalisierte Variante entsprechend übersetzt.

SchemaMat_CalloutDesigner

SchemaMat_CalloutDesigner_enUS

 

[1] http://www.tekom.de/index_neu.jsp?url=/servlet/ControllerGUI?action=voll&id=3543

Autor: Jochen Marczinzik

Team lead web and mobile development at SCHEMA GmbH

2 Kommentare zu “Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

  1. Tolle Möglichkeiten. Besonders die Übersetzbarkeit ist natürlich herausragend.

    Aber:
    Wenn im Beispiel schon ein Rechteck mit abgerundeten Ecken gezeigt wird – warum kann ich das nicht auch im Callout-Designer anlegen?
    Warum zeigt mir Adobe Acrobat an, dass die exportierte PDF-A Variante nicht der Norm entspricht?
    Warum kann ich beim erneuten Exportversuch, dann keine Variante mehr auswählen?
    Warum gibt es keinen sprachneutralen Teil, der durch alle Sprachen hindurch abgebildet wird – Grafisch geometrische Elemente müssen aus dem sprachneutralen Teil importiert werden und sind dann in jedem einzelnen Sprachslot zu bearbeiten, verlieren aber damit auch den Bezug zueinander.
    Der Callout-Designer wird immer besser. Aber fertig gedacht ist er noch nicht. Fragt doch lieber Grafiker oder Illustratoren, was sie brauchen, anstatt Programmierer machen zu lassen, was ihrer Meinung nach toll sein könnte.

    Davon abgesehen, sollte wenigstens in den Eigenschaften auch Tastatur-Navigation möglich sein per Tab-Taste. Der Callout-Designer ist noch sehr umständlich zu benutzen und lässt Standardwerkzeuge vermissen. Man muss sich vorher überlegen, ob man die grafischen Elemente, sofern sie aufwendigere Funktionen benötigen (Transparenz, Boole’sche Operatoren) nicht lieber im dedizierten Grafikprogramm anlegt und als Grafik importiert. Fraglich also, ob der Fokus auf Grafikerzeugung liegen bleiben soll.

    Standardmässig „nicht-proportional“ als Eigenschaft von importierten Grafiken ist auch so ein unnötiger Bearbeitungsschritt.
    Ebenso wie eine Dialogbox zur Textbearbeitung, anstatt direkt im Text editieren zu können.

    Ein wenig praxisgerechter darf er schon sein. Dennoch bin ich froh, dass er wenigstens das Vorhandene kann.

    • Hallo Herr Jundt,

      erst einmal vielen Dank für Ihr Feedback und Ihre Anregungen zum Callout Designer.

      Die von Ihnen genannten Punkte nehmen wir sehr gerne auf und einige der gewünschten Funktionen
      haben wir auch schon auf unserer Road Map. Insbesondere das Handling der grafischen Elemente mit
      der Maus werden wir bereits in der kommenden Programmversion SCHEMA ST4 2014 verbessern…
      z.B. direktes Editieren von Texten, Skalieren und Rotieren von Objekten mit der Maus.

      Bzgl. der PDF-A Problematik werden wir prüfen, ob es sich hierbei um einen Fehler handelt.

      Ich denke aber wir sind insgesamt auf dem richtigen Weg, damit der Callout Designer noch
      praxisgerechter wird.

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