SCHEMA Blog

Corporate Blog der SCHEMA GmbH

Unternehmensinterne Informationen mobil

Ein Kommentar

Gastbeitrag von Edgar Hellfritsch, doctima GmbH

Edgar Hellfritsch ist Geschäftsführer der doctima GmbH und leitet dort u.a. den Bereich Software-Dienstleistungen. Er ist Mitautor des tekom-Leitfadens Mobile Dokumentation und hat selbst eine Reihe von unterschiedlichen mobilen Lösungen entworfen und umgesetzt.

SCHEMA ST4 bietet seit einigen Versionen die Möglichkeit, Content mobiltauglich bereitzustellen. Vorteile: Ohne Weiteres lässt sich eine ganze Bibliothek in der Hosentasche herumtragen. Mithilfe der gerätetypischen Schnittstellen wie GPS oder Kamera kann man zudem die mitgebrachte Information mit der aktuellen Umgebung in Bezug setzen. Die Kollegen von SCHEMA zeigen auf Messen ihr LKW-Modell mit QR-Code-Aufklebern als ein mögliches Beispiel.

Gerne wird über die Chancen im Endkunden-Geschäft und über mobile Anwendungen als Geschäftsmodell diskutiert. Wir haben aber festgestellt, dass mobiler Content gerade für den unternehmensinternen Einsatz Wirkung entfaltet, wie zu erwarten besonders im Außendienst. Vertriebsmitarbeiter ersparen sich das Mitschleppen dicker Produktkataloge, Service-Techniker können auf die komplette Technische Dokumentation des Unternehmens zurückgreifen, bewaffnet nur mit einem Pad und ihrer Brotzeittüte. Naja, und ggf. WD40 und Panzerband. Auch andere Szenarien wie Firmenzeitschrift (Mitarbeiterbindung) oder “mobile Learning“ (Personalentwicklung) können Sinn machen.

Mobile Informationen lassen sich auf unterschiedlichen Wegen verteilen:

  • Stellt man die Inhalte als Web-App auf einem Server bereit, wird das Aktuell-Halten erleichtert. Mithilfe von Responsive Design und dynamischem HTML5 lassen sich auch komplexe Inhalte flexibel für die mobile Darstellung aufbereiten. In einem gerade laufenden Projekt entwickeln wir eine Update-Schnittstelle von ST4 nach typo3.
  • Als PDF oder eBook ist die Information lokal verfügbar. Für technische Redaktionen ist das wohl meist der kürzeste Weg. Allerdings stellen beide Formate keine brauchbare Anbindung an die Funktionen des Mobilgeräts bereit. Normales PDF ist zudem mit seiner festen Seitenformatierung für Smartphone-Bildschirme eher weniger brauchbar.
  • Eine native App kann die Inhalte je nach Bedarf online oder offline anzeigen und alle  Schnittstellen des Mobilgeräts nutzen. Allerdings ist hier der Implementierungsaufwand sehr hoch, da für jedes Betriebssystem eine eigene Entwicklung nötig ist.
  • Für viele Szenarien empfiehlt sich deshalb eine hybride App, in der eine Javascript-getriebene Web-App in eine rudimentäte native App eingebettet ist. Wir haben solche Lösungen schon selbst entwickelt, es gibt aber auch fertige Frameworks wie Apache Cordova/Phonegap, die einem die native Entwicklung fast komplett abnehmen.

Kommen schützenswerte Daten ins Spiel, ist Umsicht geboten. Nicht alles, was die Kollegen von Vertrieb oder Service mit sich führen, ist für die Öffentlichkeit bestimmt. Die Gefahren: Auf dem Transportweg lassen sich Daten abfangen, auf dem Gerät kann Schadsoftware die Daten ausspionieren, und nach Verlust oder Diebstahl kann sich der neue Besitzer in aller Ruhe extrahieren, was er braucht.

Für die unterschiedlichen Verteilwege lassen sich entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen, die die mobile Information zumindest ähnlich gut schützen wie bisher das Schloss an der Aktentasche. Über einen VPN-Zugang lassen sich v.a. Online- und Download-Inhalte auf einfache Weise sicher zum Mobilgerät transportieren. Für PDF und eBooks lassen sich mit ein bisschen Aufwand DRM-Mechanismen einsetzen.

Eine flexible Lösung für die Verteilung mobiler Informationen sind Mobile Device Management Systeme (MDM). Sie erlauben es, mobile Geräte gezielt und zentral mit Apps, Daten und Sicherheitszertifikaten zu versorgen und stellen in der Regel einen ausreichenden Sicherheits-Level her.

Fazit: Lässt man sich von der aktuellen Mitlauschhysterie nicht ins Bockshorn jagen, sind erhebliche Effizienzgewinne im Außendienst möglich. Das Feedback der Kunden in unseren bisherigen mobilen Projekten war mehr als positiv. Die Zeit ist reif für mobilen Content.

Ein Kommentar zu “Unternehmensinterne Informationen mobil

  1. Hallo Herr Hellfritsch,
    mich interessiert sehr, ob zwischenzeitlich eine Update-Schnittstelle von ST4 nach typo3 entwickelt wurde. Herzlichen Dank vorab für Ihre entsprechende Rückmeldung.
    Mit freundlichen Grüßen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s