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Ein neues Experten-Interface

4 Kommentare

In englischsprachigen IT-Projekten stolpert man schnell über den Begriff SME. Dieses Akronym steht für Subject-Matter Expert. Das sind also die Leute, die Ahnung von einer Materie haben.

Diese Leute sind nicht nur für IT-Projekte wichtig, sondern auch für den redaktionellen Prozess in der technischen Dokumentation. Ohne Informationen aus der Entwicklung, Fertigung oder Service lässt sich schwerlich eine Bedienungsanleitung erstellen.

In der Zusammenarbeit zwischen Redaktion und Subject-Matter Experts gibt es einen Medienbruch. Informationen werden per Mail, unstrukturierten Word-Dokumenten, PDF-Kommentaren, … ausgetauscht. Diese Informationen kontextualisiert der Redakteur und übersetzt sie in verständliche Sprache und das XML-Format.

Zugegeben, manchmal wäre es einfacher der Fachmann oder Fachfrau würde ihren Input direkt in das Redaktionssystem hineinschreiben. Aber eine Schulung der Profiwerkzeuge wäre aufwändig. Außerdem wäre das Erlernte bis zum nächsten Einsatz längst vergessen.

Mit dem DocuWeb Author gibt es seit ST4 2012 R2 einen im Browser integrierten Editor, mit dem Subject-Matter-Experts XML-Inhalte schreiben und korrigieren können, ohne selbst XML-Experten zu sein. Deshalb orientiert sich der SCHEMA-Editor an den ohne Schulung bedienbaren Editoren für Blogs und Wikis. Es ist also kein Web-Front-End eines am Markt verfügbaren XML-Editors, bei dem lediglich die XML-Tags ausgeblendet werden.

ST4 DocuWeb Author

Ein Kollege nannte den DocuWeb Author die Killer App für Subject-Matter Experts. So einfach geht es: Über die Aufgabenliste, die Trefferliste oder die Ablagestruktur wählt der Fachmann den Informationsknoten aus und startet den Editor. Mit Hilfe einer schlanken Symbolleiste und eines übersichtlichen Formatkatalogs erstellt er seinen Text oder überarbeitet einen vorhandenen Text. Fortgeschrittene Anwender können sogar Bilder und Textfragmente aus ST4 wiederverwenden. Mit einem Klick wird der Inhalt im XML-Format in der ST4-Datenbank abgespeichert.

Subject-Matter Experts sitzen ja nicht nur am Anfang des redaktionellen Prozesses, sondern auch am Ende. Viele Nutzer der technischen Dokumentation sind selbst Experten. Wie können diese in den redaktionellen Prozess integriert werden? Separate Wikis, Listen oder Mailverteiler sind keine befriedigende Lösung. Wie können Feedback, Best-Practice, FAQs, Korrekturen, … möglichst ohne Medienbruch zusammenfließen?

Der DocuWeb Author ist ein Durchbruch, um SCHEMA ST4 für weitere Nutzerkreise zu öffnen. Für die Tekom Herbsttagung arbeiten wir schon am nächsten Schritt. Seien Sie gespannt, wie es weitergeht.

Autor: Sebastian Göttel

Seit 1998 bei der SCHEMA. Anfangs in der Entwicklung, dann in der Beratung und schließlich im Vertrieb. Seit 2005 Leiter Vertrieb. Je nach Blickwinkel Abstieg oder Karriere. Denkt sehr gerne darüber nach, wie man komplexe Anforderungen mit unserer Standardsoftware abdecken kann. // Since 1998 with SCHEMA. Initially in development, then in consulting and eventually sales. Since 2005 Director Sales. Depending on your point of view descent or career. Thinks often about how to meet complex requirements with our standard software.

4 Kommentare zu “Ein neues Experten-Interface

  1. Die gute Nachricht ist: Subject Matter Experts können direkt in die Datenbank schreiben.
    Die schlechte Nachricht ist: Subject Matter Experts können direkt in die Datenbank schreiben.

    Tatsächlich finde ich die Möglichkeit, dass der Kunde ein direktes Feedback geben kann fast spannender.

  2. >Die schlechte Nachricht ist: Subject Matter Experts (SMEs) können direkt in die Datenbank schreiben
    Wieso ist das ein Problem bei SMEs? „Medienbrüche verhindern“ heißt bei Datenbanken in die Datenbank schreiben.

    Kunden-Feedback ist sicher wichtig, aber solange wir nur Papier oder ganz „modern“ DVDs leifern, macht das Feedback keinen Spaß, weil nächster Medienbruch und viel zu viel Aufwand.
    Ich staune selbst über mich, wie ich seit meinem Facebook-Account und dem Einläuten des Steve Jobs Zeitalters (also nach Gutenberg) immer öfter Feedback gebe.

  3. „Medienbrüche verhindern“ vereinfacht und vereinheitlicht die Redaktionsabläufe und ist natürlich ein erstrebenswertes Ziel. Trotzdem kann ich mich an einige Korrektur-Rückläufer erinnern, bei denen ich ganz froh über den Medienbruch war.

    Vom Kunden würde ich mir generell mehr Feedback wünschen und bin gespannt, wie man den Medienbruch hier beseitigen möchte.

  4. Ich stimme Rita Götz zu. Es geht ja bei dem Beruf des Technischen Redakteurs nicht nur um die Bedienung des Redaktionssystems, sondern vor allem auch um so Sachen wie Funktionsdesign (o.ä.), Schreibregeln, Verständlichkeit, Wiederverwendung usw.
    Nicht umsonst versucht man ja häufig zu vermeiden, dass Entwickler und Konstrukteure direkt die Doku schreiben (weils sonst hinterher keiner versteht). Ich würde nicht wollen, dass jemand, der kein ausgebildeter Technischer Redakteur ist, in der Datenbank herumfuhrwerkt…

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