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ST4 2016: Noch modularer und flexibler

4 Kommentare

Unser Redaktionssystem SCHEMA ST4 steht kurz vor dem nächsten Versionssprung. SCHEMA ST4 2016 heißt es bald. Auf dem Roundtrip durch die Neuerungen habe ich Ihnen in meinem letzten Post die neue Benutzeroberfläche vorgestellt. Heute möchte ich mit Ihnen zusammen einen Blick unter die Oberfläche von ST4 2016 werfen – genauer gesagt auf das Informationsmodell.

Für Sie als ST4-User bedeutet jede Erweiterung des Informationsmodells: Es geht noch mehr. Die Basiskonzepte wie Wiederverwendung und Modularisierung können Sie noch zielgenauer anwenden. Sie gewinnen mehr Kontrolle über den Datenbestand und werden gleichzeitig flexibler in der Arbeit. Hier die Fakten dazu:

Kommentieren mit allem Drum und Dran
Kommentare können Sie in ST4 schon seit langem verwenden. Logisch – kaum ein anspruchsvoller Redaktionsprozess kann ohne diese Form der Metakommunikation auskommen.

Für ST4 2016 haben wir dieses Feature um zentrale Leistungsmerkmale erweitert. Das verrät Ihnen schon die Menüleiste im Word-Editor, die jetzt deutlich mehr Klickbares enthält.

Kommentarfunktionen

Für Ihre Redaktion bedeutet das folgenden Mehrwert:

  • Für Kommentare gibt es zwei Workflow-Zustände, nämlich Akzeptiert und Abgelehnt. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, die Kommentare direkt in Ihre standardisierten Arbeitsprozesse zu integrieren.
  • Mit der Funktion Kommentar beantworten können Sie Kommentare kommentieren – und so die Kommentarfunktion zu einem echten Dialoginstrument ausbauen.
  • Über die neue Kommentarfunktion sind Sie in der Lage, alternative Textvorschläge direkt „über“ den ursprünglichen Text zu schreiben (Textauswahl kommentieren). Ist der Vorschlag in Ordnung, braucht es nur einen Klick auf Kommentar übernehmen – und schon ist die Sache abgeschlossen. Auch ohne viele (kommentierende) Worte.
  • Was Sie im Screenshot nicht sehen: Sie haben zudem die Möglichkeit, Kommentare zu typisieren. Welche Klassifizierung Sie als Redaktion verwenden möchten, können Sie frei wählen. Und für Produktionen können Sie festlegen, welche Kommentare ausgegeben werden sollen und welche nicht.

Jetzt auch in Gruppen: Textknoten, Fragmente und Dokument-Ressourcen
Für Grafiken gibt es dieses Feature ja bereits: Grafiken, für die Sie je nach Verwendungskontext eine eigene Variante benötigen, können Sie miteinander in einem Gruppen-Knoten verwalten. Welche Grafik ST4 beim Publizieren verwendet, steuern Sie über einen Filter.

Diese Fähigkeit zur Gruppenbildung haben wir mit ST4 2016 auf weitere Elemente ausgedehnt. Nämlich auf Textknoten, Fragmente und Dokument-Ressourcen. Dazu ein kleines Beispiel – erst das Bild und dann die Erklärung:

Gruppen

Sie verwalten das Handbuch für mehrere Varianten einer Anlage gemeinsam in einem ST4-Projekt. Kapitel 2.1 („Bestimmungsgemäße Verwendung“) unterscheidet sich je nach Anlage inhaltlich – Sie benötigen für dieses Kapitel also pro Variante einen eigenen Knoten. ST4 bietet Ihnen nun folgende Möglichkeit: Alle Varianten von Kapitel 2.1 fassen Sie unterhalb eines Gruppenknotens zusammen (im Bild gelb markiert). Über die Filter steuern Sie, welche Knotenvariante ST4 beim Produzieren verwendet.

Den Gruppenknoten selbst ignoriert ST4 natürlich beim Produzieren – er hat ja eine reine Verwaltungsfunktion. Aber eine Funktion, die Ihnen hilft, stark auf Wiederverwendung hin optimierte Datenbestände übersichtlich und zugänglich zu halten. Und die sicherstellt, dass selbst bei Bedienfehlern (z. B. bei falsch gesetzten Filtern) zuverlässig nur ein einziger Knoten produziert wird.

Wiederverwendung hoch 2: Strukturfragmente machen es möglich
Zum Schluss noch eine interessante Erweiterung, die für Power-User der Wiederverwendung gedacht ist. Zwar war es bisher auch schon möglich, sehr feingranulare Fragmente zu definieren, aber die korrekte Behandlung im Layout war etwas mühsam.

Mit ST4 2016 können Sie nun innerhalb komplexer Informationsstrukturen wie Handlungsanweisungen, Sicherheitshinweisen oder Tabellen einzelne Elemente in so genannte Strukturfragmente auslagern. Das Konzept der Modularisierung und Wiederverwendung ist somit in noch viel feinerer Körnung möglich als bisher.

Nehmen wir eine Tabelle als Beispiel: Tabellen können Sie Zeile pro Zeile aus Strukturfragmenten zusammenstellen. Das sieht dann für eine Tabelle aus drei Strukturfragmenten z. B. so aus:

Tabelle

Die ST4-Produktion fügt diese modular gehaltenen Bausteine in der Ausgabe zu einem einzigen Element zusammen.

Strukturfragmente erhalten somit den Vorteil von ST4, dass auch kleine Wiederverwendungen über das Knotenkonzept von ST4 vor irrtümlichen Überschreibungen und auch im Übersetzungsprozess geschützt sind. Anwender, die schon einmal mit Conref oder Xref arbeiten mussten, wissen, was ich meine.

Seien Sie gespannt
Das war Post 2 zu ST4 2016. Fortsetzung folgt – versprochen. Und wenn Sie zur tekom-Jahrestagung nach Stuttgart kommen: Schauen Sie doch in Halle 2, am Stand C07 vorbei. Dort zeigen wir Ihnen dies alles gerne live und bei einer guten Tasse Kaffee.

Autor: Sebastian Göttel

Seit 1998 bei der SCHEMA. Anfangs in der Entwicklung, dann in der Beratung und schließlich im Vertrieb. Seit 2005 Leiter Vertrieb. Je nach Blickwinkel Abstieg oder Karriere. Denkt sehr gerne darüber nach, wie man komplexe Anforderungen mit unserer Standardsoftware abdecken kann. // Since 1998 with SCHEMA. Initially in development, then in consulting and eventually sales. Since 2005 Director Sales. Depending on your point of view descent or career. Thinks often about how to meet complex requirements with our standard software.

4 Kommentare zu “ST4 2016: Noch modularer und flexibler

  1. Kommentare, Workflow und BasicLine? Eher nicht?

    • Abgelehnt/Akzeptiert in Kommentaren ist auch in der BasicLine enthalten, da es sich hier um keine Funktionalität des Workflow-Servers handelt.

  2. Cool, Danke.

  3. Wer mit typisierten Fragmenten arbeitet, wird sich freuen, dass man den ST4 Eigenschaften-Dialog nun direkt aus dem Editor für den aktuellen Knoten öffnen kann.

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