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Tabellen in ST4 – Warum nicht in eigenen Knoten verwalten?

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Arbeiten Sie in ST4 viel mit Tabellen? Eigentlich traue ich mich diese Frage fast gar nicht zu stellen. Denn wer ein Redaktionssystem wie ST4 einsetzt, wird in ganz vielen Kontexten Tabellen brauchen. In Betriebsanleitungen auf Schritt und Tritt – ebenso in Datenblättern, Ersatzteilkatalogen und Serviceunterlagen.

Ich möchte Ihnen heute kurz zeigen, welche Möglichkeiten Ihnen ST4 bietet, Daten, die im Informationsprodukt (vielleicht) als Tabelle erscheinen sollen, in ST4 zu verwalten. Dafür gibt es keinen Königsweg. Aber es gibt eine große Bandbreite, die Sie für sich und Ihren redaktionellen Bedarf nutzbar machen können.

So viel schon voraus: Es zwingt Sie niemand, „tabellenartige“ Daten in ST4 auch als fixe Tabellen zu verwalten. Aber jetzt erst einmal der Reihe nach von vorne.

Unser Beispiel

Schauen wir uns ein Beispiel an. Es geht um eine Tabelle, die das Zubehör für ein technisches Produkt auflistet. So, wie wir sie typischerweise in einer Betriebsanleitung finden. Was wir sehen, ist die fertig gelayoutete Tabelle für eine Printanleitung in der Layout-Vorschau von ST4:

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Der Klassiker – auch in ST4 eine „echte“ Tabelle

Die einfachste Möglichkeit, diese Tabelle zu verwalten, besteht darin, die Daten auch in ST4 als „echte“ Tabelle im Editor anzulegen. Das geht mit den Tabellen-Features ganz einfach:

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Mit dieser Lösung legen Sie sich in ST4 darauf fest, dass die Daten auch im Endprodukt als Tabelle erscheinen sollen. Und Sie schreiben die Daten hart codiert in die Tabelle.

Tabellen können Sie seit ST4 2016 modularisieren. Und zwar über die sogenannten Strukturfragmente. Das bedeutet in der Praxis: Tabellen lassen sich zeilenweise in wiederverwendbare Einheiten zerlegen. Eine probate Form, auch Tabellen systematisch zu standardisieren und pflegeleicht zu halten. In unserem Beispiel würde das so aussehen:

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Immer noch Tabelle – aber dynamische Inhalte

Einen Schritt weiter geht die folgende Lösung. Sie geben in ST4 zwar immer noch die Datenstruktur als Tabelle fix vor. Aber die Inhalte halten Sie nicht hart codiert im einzelnen Knoten, sondern Sie ziehen sie dynamisch aus ST4-Datenknoten an.

Bei uns in ST4 heißt diese Tabellenvariante auch entsprechend „Dynamische Tabelle“. Nehmen Sie einfach ein leeres Fragment, klicken Sie es an und wählen Sie im Kontextmenü folgende Funktion. Den Rest erledigen Sie über einen Assistenten.

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Der Nutzen dieses Verfahrens liegt auf der Hand: Ändern sich die Werte an der Verweisquelle (im Datenknoten), ändern sich die Inhalte aller betroffenen Tabellen automatisch. Im Gegensatz zur „klassischen“ Umsetzung brauchen Sie hier also Änderungen nicht pro Tabelle von Hand nachpflegen.

Noch eine andere Lösung aus der Rubrik „dynamische Inhalte“: Mit dem Mechanismus für die Wartungstabellen können Sie ST4 aus Metadaten, die zu einem beliebigen Textknoten gehören, Tabellen generieren lassen. Das Verfahren ist funktionsfähig implementiert, so dass Sie es einfach nutzen können. Natürlich für typische Wartungstätigkeiten – aber auch für beliebige selbst gewählte Metadaten.

Komplett dynamisch – Zeilen- und Zelleninhalte als eigene Knoten

Mit diesen beiden Features ist ST4 in Sachen Tabellen aber noch lange nicht am Ende. ST4 gibt Ihnen die Möglichkeit, „tabellenartige“ Daten nicht (mehr) in Tabellen, sondern in Form einzelner Knoten zu verwalten.

Wo braucht man das?

Nehmen wir dazu ein erstes Szenario. Sie wollen unser Beispiel von oben print und mobil publizieren. Eine fixe Tabellenstruktur wird Ihnen da schnell zum Problem. Wo in der Print-Publikation die Tabelle das Darstellungsmittel der Wahl ist, funktioniert sie mobil nicht – zum Beispiel weil sie zu breit oder zu komplex ist; für mobil wollen Sie deswegen die Informationen linear in Klappbereichen anordnen. Und das bedeutet: Schon an der Datenquelle in ST4 müssen Sie durch und durch flexible Informationsstrukturen haben.

Für unsere Tabelle könnte das dann so aussehen. Sie bilden die Beziehung der Daten zueinander durch die Knotenstruktur ab. Sie denken anstatt in Tabellen-Logik in einer Datensatz-Logik.

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Für jede Tabellenzelle steht Ihnen ein eigener Knoten zur Verfügung. Diesen können Sie wiederum mit wiederverwendbaren Fragmenten bestücken. Damit gewinnen Sie eine Modularisierung bis auf Zellenebene.

Natürlich müssen Sie in der Modularisierung nicht bis auf die Zellenebene gehen. Das folgende Szenario 2 zeigt eine Umsetzung, in der 1 Knoten in ST4 für 1 Tabellenzeile steht:

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Dieser Ansatz erlaubt es Ihnen außerdem die Tabelle semantisch zu strukturieren. Verwenden Sie für unterschiedliche Zeilen oder Spalten (z.B. immer Zelle 3) eine bestimmte Informationsart oder hinterlegen Sie an den Knoten Metadaten.

Wo stehen die Datenwerte? Die für den Tabellen-Header in den Metadaten des Wurzelknotens „Tabelle“. Für die Zeilen stehen die Werte für Spalte 1 und 2 ebenfalls in den Metadaten. Im Content der Zeilen-Knoten steht das, was in Spalte 3 kommt. Denn diese Mischung aus mehreren und unterschiedlichen Absätzen lässt sich via Metadaten nicht sinnvoll abbilden.

Ziel des Kunden war es in diesem Fall, nicht die Output-Seite zu optimieren, sondern den Bedienkomfort in ST4. Mithilfe dieser Methode kann er Tabellen einfach per Drag and Drop zusammenklicken.

Aber wie wird aus diesen Informationsstrukturen im fertigen Informationsprodukt wieder – so benötigt – eine Tabelle? Das ist für ST4 mittlerweile eine leichte Übung. Der Page Layout Designer für Printlayouts baut Ihnen aus jeder regelmäßigen Datenstruktur eine Tabelle. Sofern er erkennen kann, was Sie als Tabelle oder Tabellenelement definiert haben. Das können Sie z. B. über die Knotenklasse tun oder wie oben gezeigt über Metadaten.

Ganz analog der Online Media Designer. Er kann dieselben Daten als Tabelle aus dem System schreiben, oder eben ganz anders behandeln und z. B. in hintereinander positionierte Aufklappbereiche überführen.

Nochmal mit Ton und Bild? Sehen Sie sich unser Tabellen-Webinar an

So weit der Roundtrip durch das Tabellen-Handling mit ST4. Sie sehen, unser Redaktionssystem bietet Ihnen die volle Flexibilität in der Datenhaltung. Und damit sind Sie auf der Output-Seite offen für die flexible Interpretation oder Weiterverarbeitung Ihrer Daten in ST4.

Das ist wichtig für die mobile Welt. Und das ist wichtig für alle Redaktionsprozesse, die in Richtung Information 4.0 gehen.

Wenn Sie dieses Thema vertiefen wollen, empfehle ich Ihnen das Webinar „Tabellen mit ST4 – Mechanismen zur Erstellung und Pflege von Tabellen“. Als SCHEMA-Kunde können Sie es jederzeit im Kundenbereich unserer Website abrufen.

Und auch hier im Blog finden Sie mehr Lesefutter zu Tabellen, zum Beispiel zu den automatisch generierten Tabellen.

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