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„Vom Markt haben wir sehr positive Resonanz“ – der Online Media Designer aus Entwickler-Sicht

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Der Online Media Designer (kurz OMD) ist zweifellos eine der spannendsten Neuerungen in ST4 2016. Wir haben auch hier im Blog schon über ihn berichtet. In diesem Post wollen wir Matthias Hofmann zu Wort kommen lassen. Er ist der offizielle Backlog Owner und hauptverantwortlich für die Produktentwicklung. Wie fing das mit dem OMD eigentlich an? Was waren die Freuden und Leiden während der Entwicklungszeit? Wie sieht er das Ergebnis in der Rückschau? Fragen, auf die er für uns hier antwortet.

Matthias, du entwickelst ja nicht nur, du gibst auch regelmäßig Schulungen zum OMD. Wir erklärst du deinem Publikum das Konzept des OMD? Was ist die Besonderheit? Und welchen Stellenwert hat er in der ST4-Produktphilosophie?

Der OMD ermöglicht ohne aufwändige Programmierung die Erstellung von HTML5-basierten Webanwendungen und von vielen anderen Formaten wie MS Help Viewer 2.0 oder EPUB. Auch frei definierbares XML und SCHEMA Help lässt sich über die grafische Oberfläche direkt erzeugen.

Das System arbeitet prinzipiell Framework-neutral, das heißt wir können so ziemlich jedes Web-Framework einbinden, wie z. B. das beliebte Bootstrap-Framework, das wir in den Beispiellayouts verwenden. Der OMD ist aber auch ohne Framework voll funktionsfähig. Die erzeugten Dateien können prinzipiell über das Layout frei gestaltet und somit an den eigenen Bedarf angepasst werden. Das finde ich persönlich besonders schick. Denn die meisten anderen Verfahren beruhen lediglich darauf, dass statische Vorlagen mit ein paar CSS-Formaten und fest vorgegebenen Parametern anpasst werden. Bei dem OMD hat der Kunde dagegen die komplette Freiheit, seine Ideen (und seine CI) umzusetzen.

Der OMD rundet das ST4-Produktportfolio ab in Richtung Erzeugung von webbasierten Inhalten und bietet außerdem eine komfortable Möglichkeit, Inhalte für den SCHEMA Reader und den SCHEMA Content Delivery Server direkt mit SCHEMA ST4 aufzubereiten.

Jetzt ist der OMD bald ein halbes Jahr auf dem Markt und gehört damit zum Standard-Inventar von ST4. Aber begonnen hat ja alles viel früher. Kannst du dich noch erinnern an die ganz frühe Entwicklungszeit? Wann kam die Idee auf – und woher kam sie? Welche Ziele habt ihr euch gesetzt?

Schon während der Entwicklung des PLD (Page Layout Designer) wollten wir eine moderne, flexible Produktionsschiene für alle unsere Zielformate anbieten, hatten uns zu dieser Zeit aber erst einmal auf die Printausgabe fokussiert. Als der PLD dann am Markt war und sehr positiv aufgenommen wurde, gab es immer wieder Feedback, ob wir nicht über den PLD auch HTML-Seiten erzeugen könnten.

Zudem setzten sich in dieser Zeit auch HTML5 und CSS3 auf allen Plattformen – vor allem durch die Möglichkeit zum Responsive Design – durch, was gerade für unseren Zielmarkt sehr interessant ist.

Durch die gute technologische Basis des PLD konnten wir in relativ kurzer Zeit einen Prototyp für den OMD erstellen. Wir hatten dabei das Ziel, einen „PLD für Webanwendungen“ zu erschaffen, also das erfolgreiche Konzept des PLD auf die Produktion von HTML-Anwendungen zu übertragen. Und zwar so, dass es sehr flexibel und an die geplanten Ausgabeformate gut angepasst ist, Layouts aber auch ohne aufwändige Programmierung erzeugt werden können.

So eine Produktentwicklung steckt ja selbst bei bester Planung immer voller Überraschungen. Was waren für dich und dein Team die größten Herausforderungen? Gab es richtig harte Nüsse zu knacken?

Neben der Integration der unzähligen Elemente und Eigenschaften von HTML5 und CSS3 war wohl die größte Herausforderung, die vielen verschiedenen Dateiformate zu erzeugen und verpacken.

Moderne HTML5-basierte Webanwendungen bestehen ja nicht nur aus HTML-Dateien, sondern dazu gehören auch noch andere Dateiformate wie CSS-Dateien, JavaScripts oder XML-Dateien. Diese können auch abhängig von den Projekt­inhalten sein, zum Beispiel eine Sitemap und ein JSON-basierter Suchindex. Deswegen wollten wir diese Dateiformate auch dynamisch anhand der vorhandenen Daten erzeugen können.

Um  moderne HTML-basierte Formate wie z. B. SCHEMA Reader-Pakete, EPUB oder Eclipse Help zu unterstützen, müssen sich die erzeugten Dateien zusätzlich in einen oder mehrere ZIP- oder OCF-Container verpacken lassen.

Ihr entwickelt ja agil. Inwieweit hat euch das geholfen?

Die agile Vorgehensweise und die kurzen Iterationszyklen haben es uns erlaubt, viel auszuprobieren und frühzeitig Feedback einzelnen Bestandteilen des OMD einzuholen. Dadurch sehen wir sehr schnell, ob wir mit der Entwicklung eines Features auf dem richtigen Weg sind oder in eine andere Richtung weitergehen müssen.

Durch cross-funktionale Teams und Shared Code Ownership arbeiten außerdem tendenziell mehr Leute gemeinsam an einem Feature, was zum einen mehr Ideen bedeutet und sicherlich auch der Qualität zugutekommt.

Wenn Du jetzt den fertigen OMD anschaust – worauf bist du so richtig stolz? Was freut dich jedes Mal, wenn Du an den OMD denkst?

Mein persönliches Highlight im OMD ist die Möglichkeit, direkt aus einer Design-Vorlage oder einer bestehenden Webseite im OMD eine Seitenvorlage zu erzeugen und dann im Layout-Editor grafisch weiterbearbeiten und mit Inhalten aus ST4 verknüpfen zu können.

Insgesamt glaube ich, dass uns mit dem OMD ein Tool gelungen ist, das die Anforderungen des Marktes sehr gut abdeckt und eine ausgezeichnete Lösung darstellt, um Inhalte aus SCHEMA ST4 als HTML5-Webanwendung bereitzustellen.

Sehen das eure Kunden genauso? Welches Feedback vom Markt kommt dazu bei dir in der Entwicklung an?

Gerade Kunden, die bereits mit dem PLD arbeiten, freuen sich darüber, dass die Bedienung des OMD sehr stark an den PLD angelehnt ist und sie somit bereits vorhandenes Wissen für die Verwendung des OMD nutzen können.

Auch die Möglichkeit, mit Hilfe der Live-Vorschau die Produktionsergebnisse zu kontrollieren und direkt an die Layout-Regeln zu springen, findet bei den Anwendern großen Anklang.

Alles in allem haben wir vom Markt in den ersten Monaten für den OMD sehr positive Resonanz bekommen und freuen uns natürlich weiterhin über jegliches Feedback.

Der Start ist also wirklich gut gelungen. Und die Karriere des OMD wird ja weitergehen. Kannst du uns noch ein paar Dinge verraten, die bei dir im Product Backlog stehen?

Zur Verbesserung des Arbeitens mit responsiven Webseiten soll in der Vorschau die Möglichkeit geben, verschiedene Bildschirmgrößen zu simulieren, ohne dass dazu das Viewlet in der Größe angepasst werden muss.

Außerdem planen wir, Callout-Grafiken auch als SVG-Grafiken auszugeben, um sie besser in OMD-basierte Produktion zu integrieren. Und auch in Hinblick auf das Debugging und die Analyse der HTML-Dateien in der Live-Vorschau wird es voraussichtlich Verbesserungen geben.

Vielen Dank, Matthias, für diesen Blick hinter die Kulissen.

Wir sind schon gespannt, wie es mit dem OMD weitergeht. Matthias hat in einem Webinar den OMD ausführlich präsentiert. SCHEMA-Kunden können es jederzeit im Kundenbereich unserer Website abrufen. Unseren Lesern, die den OMD einmal live sehen möchten, empfehlen wir an dieser Stelle noch die Tekom Frühjahrstagung am 14. und 15. April in Berlin. Vielleicht treffen wir uns ja dort?

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