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Neu in ST4 2017: Übersetzungsworkflows automatisieren mit dem COTI-Standard

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ST4 2017 ist wieder gespickt mit vielen neuen Features und macht damit einen weiteren großen Schritt in Richtung Automatisierung. Übersetzungsmanager dürften sich vor allem auf den COTI-Standard freuen, der in der neuen Version vollständig implementiert ist, und den Transfer zwischen ST4 und TMS zukünftig deutlich vereinfacht.

Von der Idee zum Standard

Seit 2013 beschäftigt sich der Verband DERCOM, in dem sich die deutschen Redaktionssystem-Hersteller organisieren, mit der Entwicklung einer automatisierten Schnittstelle zwischen Translation-Memory- und Content-Management-Systemen. Daraus entstanden ist COTI (COmmon Translation Interface), ein gemeinsamer Standard beider Systeme, der eben genau dies tut: Übersetzungsex- und import werden über eine definierte Austauschinfrastruktur geregelt und damit wesentlich effizienter. Via Serveranbindung läuft dieser Prozess sogar vollautomatisiert.

Eine Frage der Integration

Der COTI-Standard lässt sich in ST4 verschieden stark integrieren – eben so, wie es am besten zu Ihrer Projektumgebung passt. coti_1Level 1 definiert dabei zunächst ein spezifisches Paketformat, die COTI-Datei, die alle zu übersetzenden Inhalte und Referenzen beinhaltet. Damit erhöht sich schon einmal deutlich die Übersichtlichkeit.

Auf dem Level 2 finden ST4 und das jeweils genutzte TMS in einem gemeinsamen Verzeichnis einen Ort, alle Übersetzungsdateien nach einem spezifischen Schema zusammenzuführen. Der Clou: dieses Verzeichnis wird stets serverseitig überwacht. Die Level 3-Anbindung entkoppelt schließlich Redakteur und Übersetzer komplett vom Übermittlungsprozess – das übernimmt ab hier eine eigens dafür angebundene API.­ Sie müssen also nicht mehr manuell Daten von einem Ort zum nächsten schicken und bangen, ob denn auch alles heil und pünktlich ankommt.

coti_2

Mehr Sicherheit und Transparenz

Auf Level 2 und 3 können Sie trotz Übersetzungslauf ungehindert weiterarbeiten, da die serverseitige – verschlüsselte – Übertragung im Hintergrund stattfindet und den Client nicht blockiert. Das bringt einen deutlichen Zeitgewinn. Eine COTI-Level 3-Anbindung ermöglicht auch permanente Status- und Fehlerreports, so dass Sie immer im Bilde darüber sind, wie weit eine Übersetzung fortgeschritten ist und wo Probleme vorliegen. Was auch interessant sein dürfte, sind die vielen kleinen Änderungen in der Bedienbarkeit des Übersetzungsmanagements in ST4. Neben ausführlichen Informationen zu fehlerhaften XML-Dateien, lässt sich nun auch die language.xml validieren. Hilfreich dürfte auch sein, dass Sie komplexe Verzeichnisstrukturen importieren und sich Wertemengen für spezifische Variablen anzeigen lassen können.

Zunehmende Standardisierung

CMS und TMS: zwei Systeme, denen die Kommunikation bisweilen etwas schwer gefallen ist, bekommen damit jetzt ordentlich Unterstützung. Da da Ziel des gemeinsamen Standards eine maximale Interoperabilität zwischen ST4 und Translation-Memory-Systemen ist, sind Sie mit COTI in der Wahl Ihres TMS völlig flexibel. Führende Hersteller haben COTI zum Beispiel schon umfassend integriert: SDL Trados-Produkte dank eines Tools von Kaleidoscope auf allen verfügbaren Leveln (1-3) und Plunet dank einer Anbindung von RWS auf Level 1-2. Und auch der Sprachendienstleister Lionbridge plant eine Umsetzung des COTI-Standards in naher Zukunft. Die Across Roadmap 2016 beinhaltet die Analyse und Planung einer Implementierung. Weitere TMS-Hersteller werden sicher folgen.. Einer weitestgehend flächendeckenden Systemintegration steht damit nichts mehr im Weg.

Haben Sie Fragen zu COTI – zum Beispiel, wie es sich am besten in Ihre Projektumgebung integrieren lässt? Dann besuchen Sie uns gern auf unserem Stand auf der diesjährigen tekom-Messe vom 08. bis 10. November 2016.

Autor: Sebastian Göttel

Seit 1998 bei der SCHEMA. Anfangs in der Entwicklung, dann in der Beratung und schließlich im Vertrieb. Seit 2005 Leiter Vertrieb. Je nach Blickwinkel Abstieg oder Karriere. Denkt sehr gerne darüber nach, wie man komplexe Anforderungen mit unserer Standardsoftware abdecken kann. // Since 1998 with SCHEMA. Initially in development, then in consulting and eventually sales. Since 2005 Director Sales. Depending on your point of view descent or career. Thinks often about how to meet complex requirements with our standard software.

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