SCHEMA Blog

Corporate Blog der SCHEMA GmbH

Information 4.0 – Wir begleiten Sie in die neue Welt des intelligenten Contents

Hinterlasse einen Kommentar

Die tekom-Jahrestagung in Stuttgart kommt immer näher. „Intelligente Informationen“ hat sie sich als Fokusthema auf die Fahnen geschrieben – und das aus gutem Grund. Denn was unter dem Label „Industrie 4.0“ bzw. „Information 4.0“ gerade ins Rollen kommt, wird Industrie- und eben auch Informationsprozesse komplett verändern.

Als Redaktionssystem-Hersteller trifft uns diese Thematik nicht unvorbereitet. Schon seit Jahren bieten wir Funktionen und Technologien an, die genau in die Lücke stoßen, die sich durch neue Formen selbstgesteuerter Prozesse für das Content-Management ergeben.

Lassen Sie uns zuerst einen Blick darauf werfen, was sich hinter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ verbirgt an Herausforderungen für die Informationserstellung und -verteilung. Denn das ist es ja, was uns als Verantwortliche für Technische Informationen am meisten interessiert.

Industrie 4.0 – Ein mustergültiges Beispiel

Internet of things, smart factory … viele der Schlagworte rund um die Industrie 4.0 sind Ihnen bestimmt schon über den Weg gelaufen. Doch was verbirgt sich da ganz konkret dahinter? Wie kann man sich das vorstellen? Und was hat das mit uns auf Seiten der Technischen Redaktion – mit uns als Informations-Providern – zu tun?

Ich mache mir das Neue und Besondere immer gerne an einem Beispiel klar. Ich stelle mir ein typisches produzierendes Unternehmen vor – z. B. eines, das Motorblöcke fertigt. Im Fertigungsprozess kommen ganz unterschiedliche Maschinen zum Einsatz. Eines ist ein Fräszentrum, das z. B. Gewinde in den Motorblock einfräst. Für den Fräsvorgang wird eine Motorspindel benötigt, die ein Fräswerkzeug antreibt.

Schauen wir nun nur die Motorspindel an. Sie ist mit einem Sensor ausgerüstet, der den Ist-Zustand dieses einzelnen Bauteils überwacht und permanent Zustandsdaten an ein zentrales Informations- und Leitsystem sendet. Das ist so weit noch nichts Neues – so etwas ist heute Standard.

Nun senden nicht nur die Spindel, sondern alle anderen selbstauskunftsfähigen Bauteile Statusinformationen über sich an das Leitsystem. Und das Leitsystem ist so intelligent angelegt, dass es durch die Summe der verfügbaren Informationen und Zusammenhänge selbst die Entscheidung trifft, was auf Basis der eingehenden Bewegungsdaten zu tun ist. Diese Form der Selbststeuerung ist das wirkliche Neue und Besondere an der Industrie 4.0.

Der Clou – Selbststeuerung

Aber zurück zur Spindel: Was passiert, wenn die Spindel permanent die Information liefert, dass sie hinsichtlich der Temperaturentwicklung im Grenzbereich operiert?

In der idealen smart factory findet ein Abgleich mit den Wartungsdaten statt, die das Fehlerbild kennen und raten, die Spindel innerhalb von – sagen wir – 48 Stunden auszutauschen. Dieses Ergebnis wiederum wird in Bezug gesetzt mit der geplanten Auslastungskapazität der Maschine und einer Abfrage zur Verfügbarkeit eines Ersatzteils – und so wird ein Zeitfenster für die benötigte Wartungsarbeit gefunden. Daraufhin bekommt ein Service-Techniker einen Termin in seine Aufgabenverwaltung gestellt. Und zum Zeitpunkt des Austauschs stehen für den Service-Techniker genau die Informationen auf seinem Tablet und am Bedienpanel der Fräsmaschine bereit, die er für den Austausch benötigt.

Wie gesagt: Das alles passiert, ohne dass sich ein Mensch aktiv einschaltet. Wir haben es tatsächlich mit einem selbststeuernden System zu tun.

Information 4.0 – Worauf es für Sie ankommt

Und wo kommen jetzt wir als Technische Redaktionen, als Systemhersteller und als Dokumentationsbranche ins Spiel? In meinem Beispiel habe ich zwei „unserer“ Beiträge versteckt – die Wartungsdaten und die Anleitung zum Spindeltausch.

Die gibt es natürlich heute schon, aber sie liegen meist in abgeschlossenen Dokumenten vor. Für die Information 4.0 nun wird es notwendig, dass diese Informationen als frei verknüpfbare Informationseinheiten vorliegen und von dem zentralen Leitsystem der smart factory verwaltet und „disponiert“ werden können.

Schauen wir uns dazu den Spindeltausch an: Damit der Service-Techniker schnell und sicher zum Erfolg kommt, müssen Informationen von unterschiedlichen Providern (dem Spindelhersteller, dem Maschinenhersteller, aus dem Wartungshandbuch der Fabrik) zusammengeführt werden. Sie müssen – ohne dass sie miteinander erstellt und miteinander in einer festen Publikation verpackt sind – miteinander funktionieren. Die Dokumentation konfiguriert sich quasi von selbst.

1

Hier möchte ich unser kleines Szenario verlassen. Ich denke, es macht die großen Linien der mit der Industrie 4.0 verbundenen Änderungen deutlich. Und es weist uns den Weg, was Information 4.0 in diesem Zusammenhang für uns als Informations-Provider bedeutet:

  • Das Zeitalter von fest definierten „Dokumenten“ ist endgültig vorbei. Gefragt sind auf redaktioneller Seite intelligent verschlagwortete Informationsbausteine, die Auskunft darüber geben, für welchen Kontext sie gelten und was sie thematisch enthalten. Diese Informationsbausteine müssen unternehmensübergreifend kompatibel miteinander sein. Denn was für einen konkreten Informationsbedarf zusammengestellt wird, lässt sich nicht mehr vorhersagen oder reglementieren. Um es noch einmal mit einem Schlagwort zu sagen: Wir brauchen intelligente Informationen.
  • Außerdem benötigen solcherart selbststeuernde Prozesse neuartige Technologien der Informationsbereitstellung. Wenn ich der Spindelhersteller aus unserem Beispiel bin: Wie liefere ich meine Dokumentation in Zukunft aus? Welche Infrastruktur stelle ich meinen Kunden zur Verfügung bzw. deren Leitsystem, das ja der erste Abnehmer meiner Informationen ist.

Lösungen sind auf dem Weg – und wir sind dabei

Wenn Sie die großen Themen verfolgt haben, die die Doku-Branche in den vergangenen Jahren bewegen, kommen Ihnen diese beiden Punkte sicherlich bekannt vor.

Und tatsächlich: Auch ohne den „Druck“ der Information 4.0 haben wir als Redaktionssystem-Hersteller SCHEMA ST4 funktional so weiterentwickelt, dass wir heute ganz viele Anforderungen der Information 4.0 erfüllen können. Das gilt z. B. für die Verschlagwortung von Informationsbausteinen (intelligente Metadaten, Taxonomien), die ST4 in ganz vielen Varianten beherrscht.

Den neuen Projektkonfigurator werde ich Ihnen demnächst hier im Blog vorstellen. Auch er unterstützt auf redaktioneller Seite gezielt die Anforderungen der Information 4.0 an die Automatisierung von Redaktionsprozessen.

Neben ST4 als Component Content Management System haben wir mit Content Delivery Server (CDS) vor zwei Jahren eine innovative Lösung auf den Markt gebracht. Der CDS ist unsere Antwort auf die Anforderungen an die dynamische Verteilung und Konfektionierung von Informationen.

2

tekom-Tagung – nutzen Sie die Chance

Kommen Sie zur tekom-Jahrestagung nach Stuttgart? Wenn ja, bietet sich Ihnen dort eine gute Möglichkeit, die Anforderungen und Chancen der „Information 4.0“ in Ihre Projekt- und Redaktionswelt herunterzubrechen. Wie können wir Sie unterstützen?

Als erstes laden wir Sie natürlich ein, uns am Stand zu besuchen. In einem persönlichen Gespräch gelingt es ja oft am besten, Fragen und Umsetzungsideen auf den Punkt zu bringen und konkrete nächste Schritte zu planen.

Aber darüber hinaus gibt es zwei Informationsveranstaltung mit unserer Beteiligung, die sich auf jeden Fall lohnen. In beiden geht es um den Austauschstandard iiRDS (Intelligent Information Request Delivery Standard). Er sorgt dafür, dass Verschlagwortung und Inhaltsstruktur von Informationen unterschiedlicher Provider wie oben beschrieben zueinanderpassen.

Also unbedingt vormerken:

  • Mittwoch, 09:45, Plenum 2 (IN33): Hier können Sie den Standard iiRDS (Intelligent Information Request an Delivery Standard) grundlegend kennenlernen. Entwickelt wird dieser Standard im Rahmen der tekom-Arbeitsgruppe „Information 4.0“, an der wir uns als CMS-Hersteller beteiligen.
  • Mittwoch, 11:15, Plenum 2 (IN34): Der iiRDS-Standard funktioniert bereits jetzt. Sie können live mitverfolgen, wie Systeme unterschiedlicher Technologie-Anbieter Informationen in einem „Industrie 4.0“-Szenario austauschen. Dabei zeigen wir wie man SCHEMA ST4 und SCHEMA CDS als intelligente Verteilerkomponente mit anderen Redaktionssystemen und Content Delivery Plattformen vernetzt.

Autor: Sebastian Göttel

Seit 1998 bei der SCHEMA. Anfangs in der Entwicklung, dann in der Beratung und schließlich im Vertrieb. Seit 2005 Leiter Vertrieb. Je nach Blickwinkel Abstieg oder Karriere. Denkt sehr gerne darüber nach, wie man komplexe Anforderungen mit unserer Standardsoftware abdecken kann. // Since 1998 with SCHEMA. Initially in development, then in consulting and eventually sales. Since 2005 Director Sales. Depending on your point of view descent or career. Thinks often about how to meet complex requirements with our standard software.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s