SCHEMA Blog

Corporate Blog der SCHEMA GmbH

Themen, Trends und Topics in der Technischen Redaktion – das war die SCHEMA Conference 2017!

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Das war die SCHEMA Conference am 9. und 10. Mai 2017 in Nürnberg: TechDok vom Feinsten, spannende Entwicklungen rund um SCHEMA ST4 und SCHEMA CDS. Und dazu ein neuer Besucherrekord.

Am 9. und 10. Mai durften wir auf der SCHEMA Conference 2017 über 500 Teilnehmer aus 14 Ländern willkommen heißen – darunter langjährige Kunden, enge Partner, zahlreiche Referenten – viele interessierte Teilnehmer. Die Konferenzhallen des NCC Mitte, in denen die SCHEMA Conference in diesem Jahr erstmals stattfand, boten den passenden Rahmen für das immer größere Interesse an der Veranstaltung. Die positive Resonanz und der inzwischen weltweite Einsatz der SCHEMA Component Content Management Lösungen SCHEMA ST4 und SCHEMA Content Delivery Server (CDS) haben der Conference in diesem Jahr ein erneutes Besucherplus beschert, zu dem auch viele neue Interessenten zählen. Befürchtungen, die neue Größe der Konferenz könne zulasten der gewohnt familiären Atmosphäre gehen, konnten sich nicht bestätigen. Das wurde spätestens bei der Abendveranstaltung am ersten Konferenztag deutlich.

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Bereits die bestens besuchte Auftaktveranstaltung, die mit der Begrüßung aller Teilnehmer durch unsere beiden Geschäftsführer Marcus Kesseler und Stefan Freisler begann – gefolgt von einem kurzen Grußwort des Nürnberger Wirtschaftsreferenten Dr. Michael Fraas –, ließen Neugier auf das mit Spannung erwartete, dichte Konferenzprogramm der beiden folgenden Tage aufkommen.

Data-Mining: vom Suchen und Finden, Analysieren und Auswerten

Die Themen Datenanalyse und -auswertung zogen sich als Schwerpunkt in diesem Jahr wie ein roter Faden durch zahlreiche Veranstaltungen und Diskussionen. So zeigte der gut besuchte und in Anlehnung an das Star-Wars-Heldenepos unterhaltsam gestaltete Workshop „Das sind nicht die Daten, die ihr sucht“ unseres Kollegen Pierre Hain auf, welche Werkzeuge in SCHEMA ST4 dafür zur Verfügung stehen. Was bei Obi-Wan noch die Droiden waren, sind heute Informationen, die qualifiziert analysiert werden müssen, um beispielsweise Arbeitsprozesse zu verbessern.

Jan Oevermann und Stephan Scheurer von ICMS berichteten in ihrem Vortrag darüber, wie der Einsatz von Machine Learning die automatische Vergabe von Metadaten während des Imports von Dokumenten in SCHEMA CDS ermöglicht. Erst durch Metadaten werden Informationen intelligent.

Sebastian Göttel, Leiter Marketing und Vertrieb bei SCHEMA, stellte außerdem zusammen mit Manfred Mayer von TID Informatik die nächste Stufe von Catalog Content Integration vor:
das Zusammenfügen von Ersatzteilkatalogen aus CATALOGcreator® mit den Bedienungs-, Wartungs- und Serviceanleitungen im SCHEMA Content Delivery Server – ein erfolgversprechendes Two-in-one-Prinzip.

Keine Vision, sondern (fast schon) Realität: britische Luxuskarossen und Helikopter aus der Schweiz im Umfeld von Industrie 4.0

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Phil Lane von Imprimatur Limited berichtete von der zentralen Rolle, die dem SCHEMA Online Media Designer (OMD) bei der Erstellung der Bedienungsanleitung für den neuen Bentley Continental GT zukommt. Aktuell noch als Fallstudie konzipiert, soll das in den Infotainment-Screen integrierte Benutzerhandbuch bald mit den ersten Modellen der Luxuskarosse ausgeliefert werden.

Ein kurzweiliger Vortrag der besonderen Art erwartete das Publikum mit dem Slot von Daniel Schultheiss von der allvisual AG mit Sitz in Steinhausen, Schweiz. Mit dem ersten Helikopter, der 2014 in der Schweiz in die Luft stieg, hat das Unternehmen nicht nur Schweizer Luftfahrtgeschichte geschrieben, sondern zeigte auch, dass im Umfeld von digitaler Transformation und Industrie 4.0 neue Prozesse und innovative Wege der Produktdokumentation beschritten werden können.

„Hand in Hand“: unternehmensweite Zusammenarbeit in einem System

Auf der Hauptbühne berichtete Carmen Plösch von SSI Schäfer IT Solutions GmbH anschaulich darüber, wie es gelingen kann, dass viele Nutzer aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen mit SCHEMA ST4 erfolgreich als einheitliche Plattform für die unternehmensweite Dokumentation und Kommunikation zusammenarbeiten. Mehr als zweihundert Anwender erstellen Informationen in den Bereichen Kundenprojekte und Produktmanagement sowie die prozessbegleitenden Dokumente für das QM-Handbuch. Betreut wird der SCHEMA ST4 Rollout von drei Technischen Redakteuren.

Content Delivery Server – Zeit fürs Boarding?

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Unter aktiver Teilnahme durch das Publikum diskutierten Experten, Anwender und Entwickler in der gleichnamigen Podiumsdiskussion aktuelle und künftige Szenarien von Content-Delivery-Plattformen. Neben Fragen zur Werthaltigkeit ging es dabei vor allem um die Einführung und die mögliche Weiterentwicklung der neuen Plattformen. Themen, zu denen Professor Dr. Wolfgang Ziegler (Hochschule Karlsruhe), Ralf Robers (Siemens AG), Edgar Hellfritsch (Doctima) sowie Jochen Marczinzik (Product Owner SCHEMA CDS) und der SCHEMA Geschäftsführer Marcus Kesseler ausführlich Stellung nahmen. Während Edgar Hellfritsch über ein Praxisbeispiel mit Facettensuche und SCHEMA ST4 berichtete, war man sich einig, dass die grundsätzliche Herangehensweise an den Umgang mit (großen) Datenbeständen künftig darin bestehe, zunächst eine valide Grundlage zu schaffen. Ein „sauberes“ Mapping und eine stichhaltige Klassifikation der Metadaten seien dabei die Mindestanforderung.

Fragen aus dem Publikum befassten sich mit künftigen Content-Delivery-Anforderungen im Hinblick auf Big Data und den Einsatz von KI. Einig war man sich in der Expertenrunde beim Umgang mit Big Data: Der Zusammenhang mit Content Delivery ist relativ dünn, da die erforderlichen Datenmengen meist nicht vorliegen. Eine Kombination aus analytisch gewonnenen Daten und semantisch angereicherten Inhalten wäre dagegen vorstellbar.

Weiterhin wurde auch die Frage diskutiert, wie aus der Sicht eines XML-Redaktionssystems mit den neuen Anforderungen umgegangen werden könne. Darauf könne, so Marcus Kesseler, als Antwort der von der tekom vorangetriebene und für Automatisierungsszenarien entwickelte iiRDS-Standard dienen.

Bitte eine kurze Pause!

Wem nach den geballten Informationen des prall gefüllten Konferenzprogrammes der Kopf rauchte, der konnte sich auf den weitläufigen Ebenen des Konferenzcenters die Füße vertreten und bei den zu jeder Zeit angebotenen Snacks und Getränke frische Energie tanken. Unsere zahlreich vertretenen Technologie- und Vertriebspartner aus den Bereichen Beratung, Übersetzung und Implementierung von ST4 und CDS standen in den Pausen für Gespräche zur Verfügung. Das Besondere an den Partnerständen: alle Partner hatten hochwertige Preise für die fast schon legendäre „Verlosung der Partner-Preise“ am Ende des zweiten Tages mit in ihrem Messegepäck, die am Ende der Conference bei der großen Preisverleihung an die Gewinner übergeben wurden.

Zu Gast waren dieses Jahr neben A2 documentation, acrolinx, across, C+P, congree, doctima, Dokuwerk, ep Technische Dokumentation, ICMS, Imprimatur, Kaleidoscope, nlg, Schmeling + Cosultants, T3, TID Informatik, Transline und urban translation services auch noch „junge“ Partner wie text & form und Dr. Rieland Technische Dokumentation.

Ein Highlight am Ende des ersten Tages war die traditionelle Abendveranstaltung, die in diesem Jahr bereits etwas früher begann, um allen Gästen ausreichend Zeit zum Gespräch und zum entspannten Verweilen zu bieten. So wie sich alle erstmalig Teilnehmenden auf ihrem Weg zum Bratwurst-Röslein vom Charme der Nürnberger Altstadt überzeugen konnten, so konnten sich alle „Konferenzprofis“ auf ein Wiedersehen mit Branchenkollegen, alten Bekannten und Freunden freuen. Bei dem ein oder anderen Bier sind an diesem Abend sicher einige neue Ideen auf den Weg gebracht worden …

Die nächste SCHEMA Conference kommt bestimmt – save the date: 19. und 20. Juni 2018 im NCC Mitte der Messe Nürnberg

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Die SCHEMA Conference schloss, wie sie begonnen hatte: mit einem Ausblick in die Zukunft und auf die geplanten weiteren Entwicklungen rund um SCHEMA ST4 und SCHEMA CDS. Besonders vielversprechend ist die neue Workflow-Automatisierung für ST4 2018. In ersten Demos zeigten Jörg Arrenberg und Matthias Hofmann, Gruppenleiter Entwicklung, die einfache Handhabung sowie die Möglichkeit, Abläufe im Redaktionssystem ohne Programmierung zu automatisieren. Die neue Version ist für Ende des Jahres geplant und wird auf der tekom Jahrestagung im Oktober vorgestellt werden. Mehr dazu im Herbst hier im Blog!

Das Echo auf die diesjährige SCHEMA Conference war wieder einmal überwältigend. So breit die Spanne an Anforderungen heute für die Technische Redaktion und Dokumentation sind, so vielfältig sind die Ansätze, diesen Herausforderungen zu begegnen. Akteure unterschiedlicher Disziplinen und Branchen stehen in engem Austausch und feilen an Lösungen, Informationen und Daten auf intelligente Weise zur Verfügung zu stellen, zu verknüpfen und zu nutzen. Infos zu Inhalten und zur Stimmung auf der Konferenz gibt es übrigens unter #schemacon auf Twitter sowie im SCHEMA-Profil auf Facebook.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen auf der SCHEMA Conference 2018 am 19. und 20. Juni in Nürnberg!

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