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Philipp Eng

Gruppenknoten für Querverweise in Varianten einsetzen

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In unserem letzten Post haben wir uns einen Überblick zum Thema Modularisierung verschafft – also wie man beispielsweise mit Content für Produktvarianten umgeht. Heute sehen wir uns einen Aspekt beim Erstellen von modularem Content an: Wie gehe ich in ST4 mit Verlinkungen auf Varianten um? Dafür gibt es in ST4 die sogenannten Gruppenknoten.

Wann kommen Gruppenknoten zum Einsatz?

Zunächst sei kurz geklärt: Gruppenknoten sind kein „echtes“ Content-Objekt wie ein Text- oder Grafikknoten. Man kann den Gruppenknoten also nicht mit dem Editor öffnen und z. B. einen Screenshot oder einen Textabsatz einfügen. Stattdessen können Sie den Gruppenknoten als eine Art übergeordneten Verwaltungsknoten verstehen.

Gruppenknoten kommen in SCHEMA ST4 sinnvollerweise hier zum Einsatz:
Sie arbeiten mit Varianten (sei es in Form von Textknoten, Grafikknoten oder Fragmenten), die mit einem Filter versehen sind und auf Wiederverwendung beruhen. Und die Sie innerhalb dieser Varianten verlinken möchten.

Ein Beispiel:

Sie arbeiten mit Variantenknoten für das Kapitel „Fenster und Menüs im Überblick“ von Software ABC und Software XYZ. Der richtige Knoten wird über einen Filter in der Produktion ausgegeben. Nun wollen Sie von diesem Kapitel von Software XYZ zum Kapitel „Die grafische Benutzeroberfläche“ verlinken. Da dieses Kapitel auch ein Variantenknoten von „Die grafische Benutzeroberfläche“ von Software ABC ist, wird der Querverweis stets auf die Variante von Software ABC zeigen – denn Sie arbeiten ja mit Wiederverwendungen. Das heißt, Sie setzen z. B. einen Querverweis von einem Textknoten der Variante 1 auf einen anderen Textknoten der Variante 1. Dieser Querverweis wird aber, sobald Sie mit Wiederverwendung arbeiten, im Knoten der Variante 2 ebenfalls auf Variante 1 verlinken. Gruppenknoten lösen dieses Problem.

Ein neutrales Verwaltungsobjekt für Verlinkungen schaffen

Wenn Sie also einen Querverweis auf einen Variantenknoten setzen, wird der Querverweis stets nur auf diese Variante funktionieren. Das Gleiche gilt für Grafikreferenzen. Auch da kann ohne Gruppen immer nur die Grafikvariante referenziert werden, auf die im Knoten explizit verwiesen wird.

Aus diesem Grund benötigen Sie eine Art Stellvertreter für die Knotenvarianten. Also einen übergeordneten Knoten, der die Varianten enthält, aber für den Querverweis als „neutrales Objekt“ dient. Denn dann wird dank des Filters in der Produktion die passende Variante ausgegeben. Und genau diese neutralen Objekte bilden die Gruppenknoten.

Wir schauen uns im Folgenden an, wie man mit Gruppen für Textknoten umgeht.

Gruppen anlegen

Gruppen lassen sich in ST4 sehr schnell und einfach im Informationspool anlegen. Sie haben dabei zwei Möglichkeiten:

  1. Sie erstellen über das Kontextmenü zuerst eine Gruppe an der gewünschten Position im Informationspool und ziehen die Knoten dann in die Gruppe.
  2. Sie markieren alle Knoten, die einer Gruppe zugeordnet werden sollen, und wählen über das Kontextmenü „In Gruppe umwandeln“. Die Knoten werden dann direkt in den neu erstellten Gruppenknoten abgelegt.

Was hier besonders interessant ist: Wenn die einzelnen Knoten bereits referenziert bzw. verwendet werden, setzt ST4 nachträglich den Verweis auf die Gruppe.

Für die Produktion gilt: Verwenden Sie auch dort den gesamten Gruppenknoten und ordnen Sie im Produktionsmanager über die Variantenfilter die entsprechende Variante zu. Der Produktionsmanager zieht dann die passenden Knoten aus der Gruppe und produziert diese mit.

Auf Gruppen referenzieren

Wenn Sie die Gruppen angelegt haben, können Sie die Querverweise auf diese Gruppen setzen. Sie setzen den Querverweis also nicht mehr auf den jeweiligen Content-Knoten (Text, Grafik, Fragment), sondern auf die übergeordnete Gruppe:

Mithilfe des Strukturnetzes lassen sich die Beziehungen über Querverweise gut nachvollziehen:

Der Knoten „Fenster und Menüs im Überblick“ verlinkt auf die Gruppe „Die grafische Benutzeroberfläche“, die die beiden Knotenvarianten enthält (der rechte Teil im Bild). Die Knotentitel sind hier angepasst, um die Varianten besser auseinanderhalten zu können.

Wenn am Content-Knoten kein Filter für die Variante gesetzt ist, wird der Querverweis automatisch auf das erste Element innerhalb der Gruppe gesetzt.

Welcher Content kann in Gruppenknoten verwaltet werden?

Da ein Gruppenknoten ein neutrales Objekt darstellt, können (fast) alle Knotenarten in ST4 darin verwaltet werden. Beachten Sie aber, dass nur gleichartige Knoten unterhalb des erzeugten Gruppenknotens zusammengefasst werden können. Das heißt, eine Gruppe für Textknoten kann auch nur Textknoten und keine Grafikknoten enthalten.

In ST4 können Sie folgende Knoten in Gruppen verwalten:

  • Textknoten
  • Grafikknoten
  • Fragmente und Strukturfragmente
  • Dokumentknoten

Eine zweite Einsatzmöglichkeit: Gruppenknoten als Strukturierungshilfe

Ein großer Vorteil der modularen Strukturierung im Gegensatz zur file-basierten ist ja, dass Informationen in einer flachen Hierarchie abgelegt werden können, da sie über ihre Metadaten eindeutig erkennbar werden. Man kann aber auch schon im Informationspool eine Struktur herstellen und dadurch für mehr Übersicht sorgen. Der Redakteur gewinnt so einen besseren Überblick über Kapitelstrukturen: Er könnte beispielsweise alle Kapitel die Oberfläche betreffend in einen Gruppenknoten sortieren und alle zu Befehlen und Einstellungen in einen anderen:

Sie erzielen damit eine bessere interne Strukturierung und die Gruppenknoten erzeugen keine eigenen Kapitel. Dieses Vorgehen zeigt, wie flexibel Gruppenknoten tatsächlich sind. Von technischer Notwendigkeit sind sie aber definitiv nur dann, wenn Sie zwischen Varianten verlinken müssen.

Empfehlungen aus der Praxis

Zum Abschluss haben wir noch ein paar Tipps, wie Sie Gruppen optimal nutzen:

  • Benennen Sie den Gruppenknoten analog zu den darunterliegenden Knoten. So wissen Sie beim Verlinken schneller, ob Sie den richtigen Link setzen.
  • Ersetzen Sie im Gruppentitel Produktnamen bzw. Bezeichnungen für Varianten mit einem Platzhalter (z. B. <Software>).
  • Sie können die Querverweise auch nachträglich über das Strukturnetz korrigieren.

Prüfen Sie beim Anlegen einer Gruppe, ob die Filter an den Varianten korrekt gesetzt sind.

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