Fabmatics automatisiert – auch intern mit SCHEMA ST4

Ein Roboter-Arm greift präzise zu; ein fahrerloser, mobiler Roboter bringt ein Produkt an sein Ziel, wo es exakt in ein Lagersystem sortiert wird – vollautomatisch. Das ist die Welt der Fabmatics GmbH, einem weltweit tätigen Spezialisten für die Automatisierung von Materialflüssen und Prozessen in hochtechnisierten Produktionsumgebungen im Reinraum. Das Material, das gehandelt wird, sind Waferscheiben aus Silizium. Aus diesen Scheiben entstehen nach verschiedenen Prozessschritten Mikrochips, wie sie zum Beispiel in Smartphones oder Autos verwendet werden. Das mittelständische Unternehmen mit Hauptsitz in Dresden sorgt bei seinen Kunden dafür, dass verschiedene Aspekte des Produkteinsatzes wie Materialidentifikation, Lagerung, Transport oder Handling nahtlos ineinander übergehen. Inzwischen greift in der internen Technischen Redaktion eins ins andere, denn mit SCHEMA ST4 ist dort ein leistungsfähiges XML-Redaktionssystem im Einsatz. Heute gibt uns Fabmatics einen Einblick in die Einführung dieses CMS und was seitdem geschehen ist.

Ein freifahrender Roboter mit Roboterarm

Der HERO FAB ist ein freifahrender Roboter mit Roboterarm, der Material von A nach B transportieren und auch an definierten Übergabepunkten handeln kann, z. B. zu anderen Anlagen in einer Fabrik.

Dieses Bild zeigt einen Ausschnitt aus einer Fabrik. Rechts ist ein Lift, in den Material eingegeben wird und oben ist ein Deckenlagersystem, in welches Material eingelagert wird, um kostbaren Platz in der Fabrik zu sparen. Unter der Decke ist die Luft im Reinraum am saubersten, was noch einen weiteren Vorteil mit sich bringt. Das Material (also die Waferscheiben) dürfen nicht kontaminiert werden, da sie sonst fehlerhaft sind und nicht mehr verwendet werden können (= hohe Kosten).

Beste Voraussetzungen

Als Dorothea Kirstein als Technische Redakteurin zu ihrem neuen Arbeitgeber Fabmatics wechselte, hatte sie aufgrund ihrer vorherigen Tätigkeit bereits Erfahrung mit SCHEMA ST4 und die Arbeit mit dem System schätzen gelernt. Bei Fabmatics gründete sie eine zentralisierte Technische Redaktion, die zu dem Zeitpunkt noch von entsprechenden Fachabteilungen mit traditioneller Office-Software umgesetzt wurde; Handbücher wurden jeweils als einzelne Dokumente verwaltet. Nachdem sie die Produktvielfalt des Unternehmens noch besser kennengelernt hatte, erkannte Frau Kirstein aber schnell, dass hier beste Voraussetzungen für die Arbeit mit einem modernen Component Content Management System vorliegen:

  • Die Produktpalette umfasst verschiedene Basislösungen und darauf aufbauende Varianten und Spezialanfertigungen: beispielsweise Roboterzellen oder mobile Systeme mit jeweils unterschiedlichen Erweiterungsmodulen und Konfigurationen. Dadurch ist auch in der Dokumentation das Potenzial für eine systematische Arbeitsweise mit modularisierten Textbausteinen gegeben. Diese können im entsprechenden Kontext, für jede entsprechende Variante, verknüpft und wiederverwendet werden. So muss nicht jeder Inhalt in jedem Dokument separat und mehrfach verwaltet werden, sondern nur an einem zentralen Ort im CMS. Aktualisierungen erscheinen automatisch an allen verknüpften Stellen.
  • Zwischen den verschiedenen Produktvarianten bestehen außerdem Zusammenhänge und Zugehörigkeiten, die sich in ST4 durch Taxonomien abbilden lassen. Diese Taxonomien unterstützen die Redaktion dann bei der automatischen Zuordnung von Inhalten zu Dokumenten.
  • Inhalte müssen für die Dokumentation in verschiedenen Sprachen vorgehalten werden: Bei Fabmatics in Deutsch Ausgangssprache. Übersetzt wird ins Englische; für manche Produkte darüber hinaus ins Japanische und Französische. Ein eingebautes Übersetzungsmanagement bringt auch hier System in die Sprachenverwaltung.
  • Zudem sollen auch die übersetzten Inhalte wiederverwendet werden, sodass mehrfache Übersetzungen nicht mehr notwendig sind und Kosten gespart werden können.
  • Die Versionierung verschiedener Dokumentstände wird direkt mit der entsprechenden Funktionalität des Redaktionssystems durchgeführt.

Guter Start

Diese Vorteile haben auch das Management bei Fabmatics überzeugt, und so konnte Frau Kirstein die Einführung von ST4 in die Hand nehmen. Sie selbst hat dazu ein Konzept entwickelt, das auf die Anforderungen und Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten ist. Von diesem Konzept hat sie auch ihre beteiligten Kolleginnen und Kollegen überzeugen können, so dass das System installiert wurde.

Außerdem hatte sich in den ersten zwei Jahren, seit Frau Kirstein neu zu Fabmatics gestoßen war, die Mitarbeiterzahl im Unternehmen bereits um rund 25% auf 200 Personen erhöht. Dies bedeutet auch eine Vermehrung der Schnittstellen zur Redaktion, die man aber mit einem zentralen Content-Management-System ebenfalls gut im Griff behalten kann. Alle haben damit eine einheitliche Vorgehensweise, die zum gewünschten Erfolg führt.

Fabmatics arbeitet außerdem daran, einen weiteren Vorteil des Systems auszunutzen: Da die Inhalte medienneutral in einer XML-Struktur verwaltet werden, können daraus auf Knopfdruck verschiedene Formate generiert werden. Arbeiten mit Fabmatics-Produkten finden häufig in Reinräumen statt. Eine gedruckte Maschinendokumentation müsste dort auf teurem Spezialpapier zur Verfügung gestellt werden, das die relevanten Anforderungen an den Einsatz in einer solchen Umgebung erfüllt. Fabmatics denkt darüber nach, den digitalen Weg zu gehen und Tablets einzusetzen, mit denen auf die Dokumentation zugegriffen werden kann. Änderungen wären vom Tablet aus zugänglich – direkt, schnell und günstig.

Positive Aussichten

Derzeit besteht die Technische Redaktion bei Fabmatics aus Frau Kirstein und zwei weiteren Redakteuren. Einer davon bearbeitet momentan noch Dokumente, die nicht mit SCHEMA ST4 verwaltet werden; zwei – darunter Frau Kirstein – nutzen ST4. Es handelt sich also nicht um eine große Redaktion, aber ihre Erfahrung zeigt, dass auch in einem kleineren Rahmen die Einführung eines Content-Management-Systems viele Vorteile mit sich bringt.

Während die Redaktion in der aktuellen Übergangsphase neben SCHEMA ST4 auch noch einige Dokumente mit der bisherigen Office-Software bearbeitet, lautet das mittelfristige Ziel: Alle Inhalte für Kundendokumentationen sollen in ST4 verwaltet werden und alle Dokumente aus dem System generiert werden. Dabei ist Fabmatics auf gutem Weg: Denn die Experten für reibungslose, automatisierte Prozessabläufe haben gleich erkannt, dass dieses Vorgehen auch für ihre Redaktionsprozesse höhere Effizienz und gleichbleibend hohe Qualität bedeutet.

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von Anders Noren.

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